Boersenautonome Rechtsetzung in Teilbereichen des regulierten Marktes  Paid

by Christoph Bender (Author)
©2021, 468 Pages

Series: Börsen- und kapitalmarktrechtliche Abhandlungen, Volume 21

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Die Börse darf in ihrer Börsenordnung für einen Teilbereich des regulierten Marktes Zulassungs- und Zulassungsfolgepflichten statuieren, die über die aus der Zulassung zum Grundmarkthandel resultierenden Verhaltenspflichten des Emittenten hinausgehen. Vergleichbar den freiverkehrlichen Sondersegmenten wird der öffentlich-rechtlich verfasste Handelsplatz auf diese Weise anhand unterschiedlicher Pflichtenstandards strukturiert. Die vorliegende Arbeit leuchtet den rechtlichen Rahmen der Teilbereichsregulierung aus. Dabei unternimmt sie insbesondere den Versuch, die Grenzen der dem Börsenrat übertragenen Gestaltungsmacht unter Berücksichtigung des europäischen Kapitalmarktrechts zu bestimmen und spürt wesentlichen, mit der Notierung in einem Teilbereich verbundenen Einzelfragen nach.

  • Cover
  • Titel
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  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • Erstes Kapitel Autonome Börsensegmentregulierung als eigenständige Kategorie des Kapitalmarktrechts
    • § 1 Historische Entwicklung des Prime Standards als Teilbereich für den Aktienhandel
      • I. Das Börsenzulassungsgesetz zur Einführung eines neuen börslichen Marktabschnitts von 1986
      • II. Das Dritte Finanzmarktförderungsgesetz von 1998
      • III. Zur Parallelentwicklung im Freiverkehr: Der Neue Markt
      • IV. Das Vierte Finanzmarktförderungsgesetz von 2002
      • 1. Erweiterung des Regulierungspotenzials durch generalklauselartige Ermächtigungsgrundlagen
      • 2. Der segmenteigene Pflichtenbestand in der Anfangsphase der Teilbereichsregulierung
      • V. Das Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz von 2007
      • VI. Das Zweite Finanzmarktnovellierungsgesetz zur Umsetzung der MiFID II
      • VII. Zwischenbefund: Börsenmarktstrukturen im Wandel
    • § 2 Regulierungstheoretische Grundlegung
      • I. Börsliche Handelsplätze und Segmentstrukturen im Einflussbereich des europäischen Kapitalmarktrechts
      • 1. Numerus clausus der Handelsplatzkategorien und börsengesetzlicher Ausgangszustand
      • 2. Marktautonome Rechtsetzung als Regulierungsansatz des europäischen Kapitalmarktrechts
      • a. Differenzierung des regulierten Marktes durch marktautonome Rechtsetzung
      • b. Verhältnis zu § 42 BörsG
      • 3. Nationale Börsenmarktverfassung und Teilbereichsregulierung
      • a. Öffnung der tradierten Marktstrukturen durch Teilbereichs- und freiverkehrliche Sondersegmentregulierung; Begriffsbestimmung und Abgrenzung zu anderen Formen der Marktunterteilung
      • b. Einheitliche Handelsplatzstrukturen als Gebot institutioneller Transparenz
      • II. Zwischenbefund: §§ 42, 48 Abs. 1 S. 4 BörsG als Öffnungsklauseln
    • § 3 Teilbereichsregulierung als autonomes Satzungsrecht
      • I. § 42 Abs. 1 BörsG und börsliche Satzungsautonomie
      • II. Marktsegmentierung durch den Börsenrat
      • 1. Segmentregulierung im Ermessen des Börsenrats
      • 2. Umfang des Genehmigungsvorbehalts der Börsenaufsichtsbehörde
      • III. Teilbereichszulassung
      • 1. Rechtsqualität der Teilbereichszulassung
      • a. Zuständigkeit, Verfahrens- und Formvorgaben für die Zulassungsentscheidung der Börse; Verfahren bei Ablehnung eines Zulassungsantrags
      • b. Simultane Antragstellung nach § 48 Abs. 1 S. 3 BörsO FWB
      • 2. Rechtliche Selbstständigkeit der Verwaltungsverfahren
      • a. Zulassungserfordernis nach § 32 Abs. 1, 3 BörsG
      • b. Struktur der Teilbereichszulassungsentscheidung gem. § 48 Abs. 4 BörsO FWB
      • c. Verflechtung der Zulassungsverfahren
      • d. Satzungsrechtliches Zulassungsermessen in Teilbereichen
      • aa. Satzungsrechtliches Zulassungsermessen im Rahmen des Vierten Finanzmarktförderungsgesetzes – Unzulässigkeit einer teilbereichsspezifischen Zulassungsermessensentscheidung aus rechtsstaatlichen Gründen?
      • bb. Folgen für die börsenautonome Segmentzutrittsregulierung nach § 48 Abs. 4 S. 1, 2 BörsO FWB
      • cc. Abschließender Charakter der Regelvermutungstatbestände in § 48 Abs. 4 S. 2 BörsO FWB
      • 3. Zulassung von Aktienzertifikaten in Teilbereichen
      • a. Struktur und terminologischer Wandel infolge des 2. FiMaNoG
      • b. Regelungsradius teilbereichsspezifischer Satzungsvorschriften
      • c. Geltungserstreckung durch individuelle Anerkennungs- und Unterwerfungserklärung
      • d. Zusammenfassung: Aktienzertifikate und Rechtsnatur der (vertraglichen) Unterwerfungserklärung des Aktienemittenten
      • IV. Segmentregulierung als börsengesetzliche Kategorie
      • 1. Börsenrechtliche Vorschriften und Börsenhandel in Teilbereichen des regulierten Marktes – Erweiterung der Börsenaufsicht um den Teilbereichshandel
      • 2. Wirkweise der auf den Teilbereichshandel beschränkten Zulassungsentscheidung
      • a. Teilbereichszulassung als einseitig akzessorischer Verwaltungsakt; zugleich zur Frage der Einbeziehung von Wertpapieren in den Teilbereichshandel, § 33 Abs. 1 BörsG
      • b. Pflichten aus der Zulassung und Zulassungsfolgepflichten in Teilbereichen
      • 3. Pflichten „auf Grund der Zulassung“?
      • a. Der Zulassungsbegriff des § 42 Abs. 1 BörsG
      • b. Satzungsrechtlich definierte Pflichten auf Grund der Grundmarktzulassung
      • aa. Regelungsgehalt und Funktionalität der Teilbereichszulassung
      • bb. Folgen für die Rechtsanwendung
      • 4. Marktsegmente als Ausführungsplätze für den Wertpapierhandel
      • a. Unterscheidung nach DVO (EU) 2017/575
      • b. Einordnung des Teilbereichshandels
      • 5. Zusammenfassung: Mehrdimensionalität des gesetzlichen Pflichtenbegriffs
      • a. Differenzierte Anwendung börsengesetzlicher Vorschriften auf den Teilbereichshandel
      • b. Folgen für die Regulierung besonderer Teilbereiche
  • Zweites Kapitel Phänomenologie marktautonomer Segmentierung und segmentspezifischer Anforderungsprofile
    • § 1 Hybride Marktstrukturen?
      • I. Konzeption eines marktstrukturellen Hybrids
      • 1. Verbot der Parallelnotierung (§ 48 Abs. 1 S. 1 BörsG)
      • 2. Gebot der Prospektaktualität (§ 38 Abs. 4 S. 1 BörsG)
      • II. Kongruenz von Zulassungs- und Notierungsmarkt
      • 1. Zur Abgrenzung von reguliertem Markt und Freiverkehr
      • 2. Maßgeblichkeit des Zulassungsmarktes für die börsenorganisationsrechtliche Qualifikation eines Handelssegments
    • § 2 Freiverkehrliche Sondersegmentregulierung
      • I. Frankfurter Wertpapierbörse
      • 1. Begriff und Funktionsweise des KMU-Wachstumsmarktes gem. Art. 33 MiFID II, § 48a BörsG
      • 2. Scale und statusspezifische Entlastungseffekte
      • a. Anforderungsprofil
      • aa. Einbeziehung in Scale
      • bb. Einbeziehungsfolgepflichten in Scale
      • cc. Beendigung der Einbeziehung in Scale
      • dd. Kosten eines Listings in Scale
      • b. Wachstumssegment im Anwendungsbereich der MAR
      • II. Baden-Württembergische Wertpapierbörse Stuttgart
      • 1. Freiverkehrliche Sondersegmente für den Anleihehandel
      • 2. Freiverkehr Plus
      • III. Börse Berlin
      • 1. BSRM – Berlin Second Regulated Market
      • 2. Börsenorganisatorische Einordnung des BSRM
      • IV. Börse Düsseldorf
      • 1. Der Primärmarkt als freiverkehrliches Sondersegment an der Börse Düsseldorf
      • 2. Der freiverkehrliche Sekundärmarkt der Börse Düsseldorf als Listingalternative
      • V. Börse München
      • VI. Hanseatische Wertpapierbörse Hamburg und die Börse Hannover
      • 1. Mittelstandsbörse Deutschland in Hamburg und Hannover
      • 2. Der High Risk Market im Freiverkehr der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg
      • VII. Zusammenfassung: Strukturelle Gemeinsamkeiten der freiverkehrlichen Sondersegmentregulierung
      • 1. Materielle Zugangsanforderungen, insbesondere Listingpartnerschaften
      • 2. Segmentbezogenheit besonderer Sanktionsmechanismen – Rückstufung und Segmentausschluss statt Zwangsdelisting
  • Drittes Kapitel Ökonomischer Nutzen teilbereichsspezifischen Sonderrechts
    • § 1 Grundfunktionen des börslichen Wertpapierhandels und Teilbereichsregulierung
      • I. Börsenhandel und Börsenregulierung zur Förderung operativer Markteffizienz
      • II. Asymmetrischer Informationsstand der Marktseiten und Gefahr der Negativauslese
    • § 2 Zieldualismus vertikaler Segmentierung
      • I. Ordnungs- und Orientierungsfunktion
      • 1. Darstellung unterschiedlicher Risikoprofile zum Schutz des Anlegerpublikums
      • 2. Störfaktoren
      • II. Profilierungsfunktion und segmentabhängige Handelsverfahren
      • 1. Anlegerschutz und börsliches Leistungsspektrum
      • 2. Selbsteinordnung durch Segmentaufstieg
      • 3. Voraussetzung funktionseffizienter Selbsteinordnungsmechanismen
      • 4. Exkurs: Ordnungs- und Profilierungsanliegen im Rahmen von „iX“
      • III. Zwischenbefund aus ökonomisch-funktionaler Perspektive
      • 1. Generelle Tauglichkeit hierarchischer Marktstrukturen zur Transaktionskostensenkung
      • 2. Verwässerung der Grundfunktionen
  • Viertes Kapitel Die Regulierung besonderer Teilbereiche in den Koordinaten des Börsengesetzes – zugleich zu den Gestaltungsgrenzen der Ermächtigungsgrundlage
    • § 1 Formelle Regulierungsgrenzen im Rahmen der Teilbereichseinrichtung
      • I. Fortbestand des Handels in einem auf die gesetzlichen Zulassungs- und Zulassungsfolgepflichten beschränkten Grundmarkt
      • II. Fakultative Ausgestaltung des Teilbereichszugangs
      • III. Mehrfachsegmentierung des regulierten Marktes
      • IV. Qualitative Anforderungen an den Grundmarkthandel?
      • 1. Rechtlicher Fortbestand der Grundmarktstrukturen als Listingalternative
      • 2. Schlussfolgerung und Auswirkung auf die formellen Grenzen der Börsensegmentregulierung nach § 42 Abs. 1 BörsG
    • § 2 Materielle Regulierungsgrenzen im Rahmen der Teilbereichseinrichtung
      • I. Teilbereichsregulierung für den Aktien- und Aktienzertifikatehandel – eine plausible Beschränkung des Regulierungspotenzials?
      • 1. Aktien und Aktienzertifikate – zugleich zur Analogiefähigkeit der Ermächtigungsgrundlage
      • a. Gesteigertes Informationsbedürfnis für den Aktienhandel
      • b. Keine analoge Anwendung der Ermächtigungsgrundlage zur Regulierung besonderer Teilbereiche für den Anleihehandel
      • 2. Teilbereichsregulierung im regulatorischen Mehrebenensystem des europäischen Kapitalmarktrechts
      • a. Die Basisrechtsakte des europäischen Kapitalmarktrechts als Erkenntnisquelle börsenautonomer Rechtsetzung
      • b. Zwischenbefund: Zur begrenzten Aufnahmefähigkeit der Ermächtigungsgrundlage hinsichtlich eines europäischen Konzepts marktautonomer Rechtsetzung
      • II. Weitere Unterrichtungspflichten – Zur Beschränkung des teilbereichsspezifischen Pflichtenregimes auf zusätzliche Publizitätsleistungspflichten
      • 1. Gesetzliche Grundpflichten als Transparenzbasis
      • a. Ausgangspunkt: Wesentlichkeitstheorie
      • b. Unzulässigkeit teilbereichsspezifischer Quartalsfinanzberichterstattung nach Spindler
      • c. Materielle Grenzen in der Judikatur des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs Kassel
      • d. Vorrang einer gesetzgeberischen Entscheidung am Beispiel der Quartalsfinanzberichterstattung in Teilbereichen
      • aa. Beschränkung des Regulierungspotenzials in Teilbereichen aufgrund beredten Schweigens des Gesetzgebers?
      • bb. Verweis eines konkreten Regulierungsgegenstands an den Börsenrat
      • 2. Gesetzliches Pflichtenregime als statischer Ausgangs- und dynamischer Anknüpfungspunkt
      • a. Erlasszeitpunkt der Satzungsbestimmung und maßgeblicher Zeitpunkt der Rechtmäßigkeitskontrolle
      • b. Gesetzliche Grundtransparenz als entwicklungsoffenes und dynamisches Konzept
      • c. Dialog der Normproduzenten
      • 3. Zwischenbefund
      • a. Bestimmung der materiellen Regulierungsgrenzen durch Vergleich von Grund- und teilbereichsspezifischen Sonderpflichten
      • b. Soft law, gesetzliche Wahlrechte und Tatbestandskonkretisierung am Beispiel der CSR-Berichterstattung
      • c. Maßgeblichkeit der der Sonderpflicht zugrunde liegenden Sachmaterie
      • III. Gesellschaftsrechtliche Struktur- und kapitalmarktrechtliche Verhaltensvorgaben als Gegenstand der Börsenordnung – Vorschlag einer materiellen Neuausrichtung der Ermächtigungsgrundlage
      • 1. Redaktioneller Defekt im Zuge der Normsynthese
      • 2. Zwischenbefund: Zulässigkeit teilbereichsspezifischer Zulassungsanforderungen materiellen Gehalts und Zutrittsbeschränkungen
      • 3. Zur Regulierung des Segmentzutritts in den Motiven des europäischen Börsenorganisationsrechts, insbesondere ErwG (8) EU-ProspektVO
    • § 3 „Zum Schutz des Publikums oder für einen ordnungsgemäßen Börsenhandel“ – konzeptionelle Grenzen der Teilbereichsregulierung
      • I. Publikums- und Funktionsschutz als Regulierungskonzept
      • II. Folgen für die Segmentregulierung
      • 1. Beschränkung des börsengesetzlichen Publikumsbegriffs auf das Aktionärspublikum und investmentrelevante Transparenzleistungspflichten
      • 2. Modifikation der Verhältnismäßigkeitsprüfung aufgrund verbindlicher Zielvorgaben
      • III. Börsenaufsichtsrechtliche Segmentausrichtung zur Beförderung eines ordnungsgemäßen Börsenhandels?
      • 1. Offenlegungspflichten gegenüber Börsen- und Aufsichtsorganen
      • 2. Satzungsrechtliche Konkretisierung gesetzlicher Offenlegungstatbestände, insbesondere § 41 Abs. 1 BörsG
      • 3. Zwischenbefund
    • § 4 Die Ermächtigungsgrundlage als Formvorschrift der Segmentregulierung innerhalb des regulierten Marktes
      • I. Der Prime Standard für Unternehmensanleihen als privatrechtlich reguliertes Sondersegment des öffentlich-rechtlichen Börsenmarktes
      • 1. Öffentlich-rechtliches Zulassungswesen und Pflichten für den Anleihehandel
      • 2. Börsenorganisationsrechtliche Einordnung des Prime Standards für Unternehmensanleihen
      • a. Der Prime Standard für den Anleihehandel als Teilausschnitt des regulierten Börsenmarktes
      • b. Kein Freiverkehr oder außerbörsliches MTF
      • II. Formbindung börsenautonomer Segmentierung des regulierten Marktes zur Begrenzung des Handlungsrahmens
      • 1. Börsenhandlungsformen zwischen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Geltungsanforderungen
      • a. Börsenordnung und Geschäftsbedingungen des Freiverkehrs
      • b. Wesentliche Unterschiede zwischen Börsenordnung und den AGB des Freiverkehrshandels
      • 2. Unzulässigkeit einer privatrechtlichen Segmentregulierung im Normbereich des § 42 BörsG
      • a. Systematische Bedenken – Zur Abgrenzung der Regulierungskompetenzen anhand des Börsengesetzes
      • b. Funktionale Bedenken
      • c. Unzulässigkeit einer privatrechtlichen Ausgestaltung i.S.d. Zwei-Stufen-Theorie
      • III. Zwischenbefund: § 42 Abs. 1 BörsG als Formvorschrift zur Regulierung des öffentlich-rechtlichen Börsenmarktes
  • Fünftes Kapitel Börsenhandel in Teilbereichen
    • § 1 Teilbereichsspezifische Sonderpflichten und Gebührenstruktur
      • I. Maßgeblicher Entstehungszeitpunkt der Pflichten nach §§ 51 bis 53 BörsO FWB
      • 1. Zeitpunkt der Teilbereichszulassung
      • 2. Antragstellung in den Berichts- und Erstellungszeiträumen der segmentspezifischen Publizitätspflichten
      • II. Der Pflichtenbestand des Prime Standards
      • 1. Jahres- und Halbjahresfinanzberichterstattung (§§ 51, 52 BörsO FWB)
      • a. Modifikation der Berichtsformate der §§ 114, 115 und 117 WpHG
      • b. Keine echte Teilbereichspflicht zur Bilanzierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards
      • 2. Veröffentlichung einer Quartalsmitteilung (§ 53 BörsO FWB)
      • a. Prognoseveränderungsbericht und Art. 17 MAR
      • aa. Anwendungsbereich des § 53 Abs. 3 BörsO FWB
      • bb. Eigenständiger Informationswert des Prognoseveränderungsberichts
      • b. Optionale Quartalsfinanzberichterstattung (§ 53 Abs. 6 BörsO FWB)
      • c. Quartalsmitteilungen und closed periods
      • 3. Insolvenzverfahren (§ 53a BörsO FWB)
      • 4. Veröffentlichung eines Unternehmenskalenders nach § 54 BörsO FWB
      • 5. Jährliche Analystenveranstaltung gem. § 55 BörsO FWB
      • 6. Übersetzungspflicht für Ad-hoc-Mitteilungen (§ 56 BörsO FWB)
      • III. Kosten und Gebühren eines Teilbereichslistings
      • 1. Gebührenstruktur
      • 2. Stellungnahme: Adäquate Gebührenstrukturen zur Steuerung des Segmentzugangs
      • IV. Zwischenbefund: Die Teilbereichsregulierung in der Identitätskrise
      • 1. Intransparenz infolge selbstdefinierender Formalien
      • 2. Faktische Überlagerung des Grundmarkthandels
    • § 2 Börsenordnungspolitischer Teilbereichsausschluss und weitere Maßnahmen nach § 42 Abs. 2 BörsG
      • I. Ordnungspolitischer Teilbereichsausschluss gem. § 42 Abs. 2 S. 1 BörsG als börseneigener Sanktionsmechanismus
      • 1. Standort innerhalb des börsenautonomen und börsenaufsichtsrechtlichen Sanktionensystems
      • a. Entwicklung eines börsenautonomen Sanktionsinstruments für den Teilbereichshandel
      • b. Wirkung des Teilbereichsausschlusses und Anforderungen an das Ausschlussverfahren
      • aa. Teilbereichsausschluss als Widerruf des begünstigenden Zulassungsverwaltungsakts
      • aaa. Einordnung der Maßnahme nach § 42 Abs. 2 S. 1 BörsG und notwendige Verfahrensschritte
      • bbb. Erinnerungsmails der Frankfurter Wertpapierbörse und Verzugszeitpunkt bei ausbleibender Publizitätsleistung
      • bb. Konzentration der Ausschlusswirkung auf den Teilbereichshandel
      • aaa. Grundsätzliche Fortsetzung der Börsennotierung innerhalb des korrespondierenden Grundmarkthandels
      • bbb. Veröffentlichungen nach §§ 42 Abs. 2 S. 2, 25 Abs. 1 S. 2, 3 BörsG
      • 2. Bestand und Umfang des börseneigenen Sanktionsapparats
      • a. Repertoire der Börsengeschäftsführung
      • aa. Temporäre Rückstufung in den Grundmarkthandel unterhalb der Schwelle eines dauerhaften Teilbereichsausschlusses
      • aaa. Umfassende Inbezugnahme von § 25 BörsG nach Groß
      • bbb. Flexible Handhabung des Ausschlusstatbestands im Sinne einer temporären Segmentrückstufung?
      • bb. Öffentliche Abmahnung im System des § 42 Abs. 2 BörsG als Maßnahme der Geschäftsführung i.S.v. § 42 Abs. 2 S. 2 BörsG
      • b. Zugriffsbefugnis des Sanktionsausschusses nach § 22 Abs. 2 S. 2 BörsG?
      • aa. § 42 Abs. 2 BörsG als in den Grenzen seines Anwendungsbereichs exklusiver Sanktionstatbestand des Teilbereichshandels
      • bb. Keine verdrängende Wirkung auf § 22 Abs. 2 S. 2 BörsG
      • cc. Integration des Ordnungsgeldtatbestands aus § 22 Abs. 2 S. 2 BörsG in das teilbereichseigene Sanktionssystem des § 42 Abs. 2 BörsG
      • aaa. Flexibilisierung der Sanktionsmöglichkeiten bei Pflichtver- stößen
      • bbb. Wesentliche Unterschiede der Sanktionstatbestände
      • dd. Koordination der Sanktionstatbestände über börsliche Ermessensspielräume und Verhältnismäßigkeitserwägungen – Vorschlag eines dreistufigen Sanktionensystems
      • aaa. Erste Sanktionsstufe: Öffentliche Abmahnung des Emittenten
      • bbb. Zweite Sanktionsstufe: Ordnungsgeld
      • ccc. Dritte Sanktionsstufe: Teilbereichsausschluss
      • 3. Zusammenfassung: Geltungsschwund von § 42 Abs. 2 S. 1 BörsG
      • II. Tatbestandlicher Anknüpfungspunkt des § 42 Abs. 2 S. 1 BörsG
      • 1. Umfassender Pflichtenbegriff des Sanktionstatbestands
      • 2. Nichterfüllung als sanktionsrelevante Tatbestandshandlung und maßgeblicher Zeitpunkt
      • III. Haftungsrechtlicher Sanktionsmechanismus – Schutznormqualität teilbereichsspezifischen Satzungsrechts?
      • 1. Haftungsrechtlicher Individualschutz in Teilbereichen
      • 2. Individualschutzrichtung als autonome Entscheidung des Börsenrats
      • IV. Rechtsschutz gegen Maßnahmen nach § 42 Abs. 2 S. 1 BörsG
      • 1. Statthaftigkeit der Anfechtungsklage gegen den Zulassungswiderruf nach § 42 Abs. 2 S. 1 BörsG
      • 2. Normenkontrollklage gem. § 47 VwGO
      • a. Antragsbefugnis des Teilbereichsaspiranten
      • b. Rechtsschutzbedürfnis trotz fakultativen Segmentzutritts
      • c. Materieller Prüfungsmaßstab des Normenkontrollverfahrens
    • § 3 Widerruf der Teilbereichszulassung auf Antrag des Emittenten
      • I. Grundsatz der freien Segmentwahl
      • II. Keine Vergleichbarkeit mit Sach- und Interessenlage im Rahmen des Marktentlassungsverfahrens nach § 39 Abs. 2 S. 1 BörsG
      • III. Das Teilbereichsrückzugsverfahren als satzungsautonomer Regulierungsgegenstand
      • 1. Widerruf auf Antrag des Emittenten als gebundene Entscheidung und Fristenlösung
      • 2. Teilbereichsrückzug und Delisting
      • IV. Sonderproblem: Die Beendigung des Aktienzertifikatehandels in Teilbereichen des regulierten Marktes
    • § 4 Folgen der Beendigung des Teilbereichshandels
      • I. Einführung in den Grundmarkthandel von Amts wegen
      • II. Erlöschen der erweiterten Folgepflichten (§ 50 Abs. 2 BörsO FWB)
      • 1. Teilbereichsrückzug
      • 2. Teilbereichsausschluss
  • Schlussbetrachtung
    • § 1 Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse der Arbeit
      • I. Regulierungstheoretischer Rahmen der Rechtsetzung in Teilbereichen
      • II. Grundfunktionen vertikaler Marktsegmente
      • III. Grenzen der Ermächtigungsgrundlage und materielle Neuausrichtung des Regulierungspotenzials
      • IV. Zum Standort von § 42 Abs. 1 BörsG in einem regulatorischen Mehrebenensystem
      • V. Formbindung der Teilbereichsregulierung aus Gründen des Anleger- und Funktionsschutzes
      • VI. Scheinhierarchie
      • VII. Beendigung des Teilbereichshandels
    • § 2 Ausblick
  • Anhang
    • Anhang I: Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, Stand: 01. Januar 2003
    • Anhang II: AGB der Deutsche Börse AG für den Prime Standard für Unternehmensanleihen
    • Anhang III: Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, Stand: 23. November 2021
  • Literaturverzeichnis
Pages:
468
Year:
2021
ISBN (HARDBACK):
9783631846728 (Active)
ISBN (EPUB):
9783631871027 (Active)
ISBN (PDF):
9783631871010 (Active)
Language:
German
Published:
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2021. 468 S.
Christoph J. Bender arbeitete nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Professur für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Deutsches und Europäisches Bank- und Kapitalmarktrecht von Professor Horst Hammen. Einen Studienaufenthalt an der University of Wisconsin Law School in Madison, WI, USA schloss er 2018 als Master of Laws (LL.M.) ab. 2020 wurde er zum Doktor der Rechtswissenschaft promoviert. Dem Rechtsreferendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main folgte die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft im Juni 2021.

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